Aräometer

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    Messprinzip

    Das Messprinzip eines Aräometer beruht auf einer Entdeckung des Archimedes.

    Ein Körper taucht so weit in eine Flüssigkeit ein, bis die Gewichtskraft der verdrängten Flüssigkeit der Gewichtskraft des eingetauchten Körpers entspricht (statischer Auftrieb).

    Daraus ergibt sich: Je kleiner die Dichte der Flüssigkeit, desto weiter taucht ein Körper gleichen Gewichts in diese ein. Die Dichte wird dann von der Skala des „Skalenaräometer“ abgelesen.


    Durchführung der Messung

    Wichtig ist die Temperierung der zuAräometer-thermometer-Kombination-Aufbau untersuchenden Flüssigkeit. Die Temperatur muss zum Aräometer passen. Nur so ist der ermittelte Wert korrekt. Optimal ist die Verwendung eines Aräometers mit eingebautem Thermometer (siehe Abbildung). So kann die Temperatur der Messung bestimmt werden Ist eine Temperierung nicht möglich kann mit entsprechenden Umrechnungstabellen oder Formeln gearbeitet werden.

    1. Die zu untersuchende Flüssigkeit wird in einen Zylinder gefüllt. Die Höhe und der Durchmesser ist entsprechend des verwendeten Aräometers zu wählen. Dieses muss frei schwimmen können. Verwendet werden sogenannte Aräometerzylinder. Diese besitzen ein Überlaufgefäß und sind aus Polypropylen, was eine Beschädigung durch Anstoßen verhindert.
    2. Das Aräometer wird langsam in die Flüssigkeit getaucht. Am besten mit einer leichten Drehbewegung um dieses zu stabilisieren.

    Aräometer Variationen [1]

    Such-Aräometer

    • Skalenteilung 0,005 g/cm3, Bezugstemperatur 20 °C. Ohne Thermometer, ca. 300 mm lang.

    Standard-Aräometer

    • Skalenteilung 0,001 g/cm3
      Bezugstemperatur 20 °C
      Ohne Thermometer
      ca. 160 oder 300 mm lang

    Aräometer nach Baumé

    • Für wässrige Lösungen und andere Flüssigkeiten
      Bezugstemperatur 20 °C.
      Vorteil dieser Ausführung:
      die Abstände der Teilstriche bleiben über den gesamten angegebenen Messbereich hinweg konstant. Umrechnung von °Bé auf Dichte in g/cm3 nach der Formel:

    ρ = 144.3 : (144.3 – °Bérat.)

    °Bérat. = 144.3 (1 – 1/ρ )

    Standard-Alkoholometer

    • nach Richter + TrallesOhne Thermometer:
      Skalenteilung: 1 Gew.-%/1 Vol.-%., Bezugstemperatur 20 °C, Messbereich: 0-100 % (Gew./Vol.). ca. 250 mm langMit Thermometer:
      Thermometer-Messbereich: 0-30/40 °C (Skalenteil. 1 °C), Füllung Petroleum, blau eingefärbt, ca. 325 mm lang,
    • nach Gay-Lussac + Cartier Ohne Thermometer:
      Skalenteilung: 1 Vol.-%/0,5 °Cartier, Bezugstemperatur 15 °C, Messbereich: 0-100 Vol.-%/ 10-45 °Cartier. ca. 250 mm langMit Thermometer:
      Thermometer-Messbereich: 0-30/40 °C (Skalenteil. 1 °C), Füllung Petroleum, blau eingefärbt, ca. 325 mm lang

    Zucker-Aräometer

    • Saccharimeter nach Brix – Zucker-Aräometer
      (1 °Brix = 1%ige Zuckerlösung)
      Ohne Thermometer:
      Skalenteilung: 1 °Brix. Bezugstemperatur 20 °C, ca. 210 mm lang
    • Saccharimeter nach Brix – Zucker-Aräometer
      (1 °Brix = 1%ige Zuckerlösung)
      Mit Thermometer:
      Skalenteilung: 0,1 °Brix. Bezugstemperatur 20 °C.  ca. 330 mm lang. Thermometer-Messbereich: 0-40/50 °C (Skalenteil. 1 °C). Füllung Petroleum, blau eingefärbt.

    Araeometer


    Arzneibuch

    Das Europäische Arzneibuch (Ph.Eur. 8) definiert keine Anforderungen für die Genauigkeit eines Aräometers. Allerdings sollte diese eine lineare Skalierung mit einer Auflösung von 0,0005 g/ml aufweisen.


    Normen

    Der Aufbau und die Justierung eines Aräometers werden in der DIN 12790 geregelt.


    Synonyme zu Aräometer

    • Senkspindel
    • Dichtespindel
    • Hydrometer
    • Saccharimeter
    • Zucker-Aräometer
    • Alkoholometer

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    Literatur & Quellen

    1. Produktinformationen Brand LINK