Chemometrik

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    Chemometrie Chemometrik

    Chemometrik (Chemometrie) wird angewendet um sowohl beschriebene als auch vorhergesagte Probleme in der Experimentalen Forschung zu analysieren und zu lösen.  Eigenschaften von chemischen Systemen werden beschrieben mit der Absicht die zugrundeliegenden Zusammenhänge und Strukturen zu verstehen. In der Vorausschau sollen chemische Systeme berechnet werden um mögliche Verbesserungen zu erzielen. Beide Aufgabenfelder bilden hochkomplexe Strukuren und Zusammenhänge ab.

    Chemometrie wird hauptsächlich im Bereich der Analytik (siehe auch Prozessanalytik) und im Bereich Metabolomik eingesetzt.


    Unterschieden werden drei große Kategorie:

    1. Multivariante Kalibrierung
    2. Klassifizierung, Mustererkennung, Gruppierung (Classification, pattern recognition, clustering)
    3. Multivariante Kurvenauflösung

    Geschichte der Chemometrie

    Auch wenn in der Geschichte schon früh Berechnungen bezüglich Chemischer Vorgänge durchgeführt wurden, so entstand der Begriff Chemometrie in den 1970er Jahren. Mit dem Aufkommen der Computer in der chemischen Forschung erlangten Berechnung immer mehr an Bedeutung. Besonder Bruce Kowalski (University of Washington Seattle) und Svante Wold (Umea Universität) prägten den Begriff.

    Multivariante Analysen waren die erste Anwednung der Chemometrie. Die Auswertung von UV/vis-Spektroskopie, Massenspektroskopie und NMR-Spektroskopie liefern Daten mit tausenden einzelnen Messungen.

    In den 1980-Jahren entstanden 3 große Journale im Bereich Chemometrie Journal of Chemometrics,Chemometrics and Intelligent Laboratory Systems, and Journal of Chemical Information and Modeling. Die Zeitschriften decken sowohl Grundlagen- als auch Methodikforschung ab

    Durch die FDA Initiative im Jahr 2004 und den
    QbD-Ansatz hat die Chemometrie für die pharmazeutische Industrie an Bedeutung
    gewonnen


    Literatur & Quellen

    1. Markus Wirges (2012) „Wirkstoffüberzug von OROS-Tabletten – In-line Prozessüberwachung mittels Raman Spektroskopie und ihr Transfer vom Labor- zum Produktionsmaßstab.“ Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
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