Fließregulierungsmittel

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    Definition

    Fließregulierungsmittel verändern die Fließeigenschaften eines Pulvers oder Granulats.


    Beschreibung

    Fließregulierungsmittel verändern die Fließeigenschaften von Pulvern da durch sie die interpartikulären Haftkräfte verändert werden. Bestimmt werden diese durch Van-der-Waals-Kräfte, Festkörperbrücken, formschlüssigen Bindungen, elektrostatische Kräfte sowie interpartiküläre Haftkräfte. [1]

    Bei der Kapselherstellung in der Apotheke werden zum Beispiel Mannitol oder Lactose zur Herstellung eines Kapselfüllmittels mit hochdispersem Siliciumdioxid (Aerosil®) versetzt. Das so erzeugte Hilfsstoffgemisch rieselt leichter in die Kapseln und es entstehen weniger Hohlräume.

    Wird eine Löffel mit Mehl zunehmend gekippt, löst sich das Mehl im Ganzen sehr plötzlich ab. Setzt man ein Fließregulierungsmittel zu beginnt das Mehl bei zunehmender Neigung langsam und in kleinen Mengen an vom Löffel zu rieseln.


    Beispiele für Fließregulierungsmittel

    • Hochdisperses Siliciumdioxid (Pulver, Granulate). Markenname Aerosil®

    Literatur & Quellen

    1. Meyer, K. „NANOMATERIALIEN ALS FLIEßREGULIERUNGSMITTEL“ (2003) DISSERTATION ZUR ERLANGUNG DES NATURWISSENSCHAFTLICHEN DOKTORGRADES DER BAYERISCHEN JULIUS-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT WÜRZBURG LINK