Kapillarviskosimeter

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    Das zugrundeliegende Messprinzip ist hier der Fluss der zu messenden Flüssigkeit durch ein dünnes Rohr. Ein festgelegtes Flüssigkeitsvolumen V  läuft bei gleich bleibendem Druck p durch eine Kapillare der Länge l und des Radius r und die dazu benötigte Zeit t wird gemessen. Die kinematische Viskosität kann dann ermittelt werden, indem man die Zeit in Sekunden mit der Konstante der Kapillare multipliziert. Kapillarviskosimeter sind z. B. Ostwald-, Ubbelohde- oder Cannon-Fenske-Kapillaren.

    Nach dem Gesetz von Hagen-Poiseuille ist die kinematische Viskosität dann proportional zur Flusszeit t:

    \nu = K \cdot t

    Dabei ist K die Kapillarkonstante, die nur von der Bauart des Viskosimeters abhängt. K wird bei käuflichen Kapillarviskosimetern[2] stets angegeben, z. B.

    • Durchflusszeit 45 s, K = 0,022
    • Durchflusszeit 85 s, K = 0,011
    • Durchflusszeit 125 s, K = 0,008.

    Dann gilt mit der dynamischen Viskosität η =ρ * ν:

    \Rightarrow \eta = \rho \cdot K \cdot t

    mit

    η = dynamische Viskosität in Pa*s
    ν = kinematische Viskosität in m²/s
    ρ= Dichte

    Der Kapillarviskosimeter ist nicht mit dem Hochdruckkapillarrheometer zu verwechseln, der zur rheometrischen Charakterisierung hochviskoser, nichtnewtonscher Substanzen verwendet wird.


    Bestimmung der Viskosität mit einem Viskosimeter nach Ubbelohde

     

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    Bestimmung der Viskosität mit einem Viskosimeter nach Ostwald

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