Klebsiella pneumoniae

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    Klebsiella pneumoniae ist ein gramnegatives, nichtmotiles, verkapseltes, Lactose fermentierendes, fakultativ anaerobes, stäbchenförmiges Bakterium. Es erscheint als mukoider Lactosefermenter auf MacConkey-Agar.

    Obwohl es in der normalen Mund-, Haut- und Darmflora vorkommt, [1] kann es nach Aspiration zu destruktiven Veränderungen in der Lungen von Menschen und Tieren führen. Besondere betroffen sind die Alveolen was zu blutigem Auswurf führen kann. Im klinischen Umfeld ist es das bedeutendste Mitglied der Gattung Klebsiella der Enterobacteriaceae. In den letzten Jahren sind Klebsiella-Arten zu wichtigen Krankheitserregern bei nosokomialen Infektionen geworden.

    Klebsiella pneumoniae kommt natürlicherweise im Boden vor und etwa 30% der Stämme können Stickstoff unter anaeroben Bedingungen binden [2].

    Mitglieder der Gattung Klebsiella exprimieren typischerweise zwei Arten von Antigenen auf ihren Zelloberflächen. Das erste, O-Antigen, ist ein Bestandteil des Lipopolysaccharids (LPS), von dem 9 Varietäten existieren. Das zweite ist das K-Antigen, ein Kapselpolysaccharid mit mehr als 80 Sorten. [4] Beide tragen zur Pathogenität bei und bilden die Grundlage für das Serogruppieren.

    Es ist eng verwandt mit Klebsiella oxytoca, von dem es sich wie folgt unterscheiden läßt:

    1. es im Indol-Test negativ
    2. Klebsiella pneumoniae wächst auf Melezitose, aber nicht auf 3-Hydroxybutyrat zu wachsen.

    Literatur & Quellen

    1. Ryan, KJ; Ray, CG, eds. (2004). Sherris Medical Microbiology (4th ed.). McGraw Hill. ISBN 0-8385-8529-9.
    2. Postgate, J (1998). Nitrogen Fixation (3rd ed.). Cambridge University Press. ISBN 978-0-521-64047-3.
    3. Riggs, PJ; Chelius MK; Iniguez AL; Kaeppler SM; Triplett EW (2001). „Enhanced maize productivity by inoculation with diazotrophic bacteria“. Australian Journal of Plant Physiology. 29 (8): 829–836. doi:10.1071/PP01045.
    4. Podschun, R; Ullmann, U (October 1998). „Klebsiella spp. as Nosocomial Pathogens: Epidemiology, Taxonomy, Typing Methods, and Pathogenicity Factors“. Clinical Microbiology Reviews. 11 (4): 589–603. PMC 88898
    5. .en.Wikipedia.org Stand 12/2017 „Klebsiella pneumoniae“