L-Dopa-Langzeitsyndrom

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    1996

    Als L-Dopa-Langzeitsyndrom werden Komplikationen ausgelöst durch die mehrjähriger Einnahme von L-Dopa in Antiparkinsonika bezeichnet. Es können bei Patienten Wirkungsfluktuationen, Dyskinesien und Dystonien auftreten. Circa 30% der Patienten unter einer l-Dopa Therapie zeigen nach 5 Jahren solche Symptome [1;2].


    Ursachen – L-Dopa-Langzeitsyndrom

    Kurze Halbwertzeit des L-Dopa

    Das durch Arzneimittel eingenommene L-Dopa unterliegt einem schnellen Abbau. Dadurch kommt es zu einer pulsatilen Stimulation des Dopaminrezeptors. Es folgen postsynaptischen Veränderungen an den Neuronen, welche für die Entwicklung des L-Dopa-Langzeitsyndrom verantwortlich gemacht werden. [2;3]

    Zunehmende Degeneration dopaminerger Neuronen

    Mit fortschreitender Parkinson-Erkrankung nimmt die Anzahl an funktionalen Dopamin-speichernden Neuronen ab. Der Dopaminspiegel unterliegt somit größeren Schwankungen durch die Einnahme L-Dopa-haltiger Arzneimittel. Es kommt korrespondierend zu hyper- und hypokinetischen Phasen.


    Literatur & Quellen

    1. Schrag A, Quinn N. (2000) Dyskinesias and motor fluctuations in Parkinson’s disease. A community-based study. Brain; 123 ( Pt 11): 2297-305.
    2. Braun, M. (2010) „Einfluss von L-Dopa und der Stimulation des
      Nucleus subthalamicus auf qualitative und
      quantitative Bewegungsparameter bei Parkinson-Patienten“ Dissertation
      zur Erlangung des Grades eines Doktors der Medizin
      Der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität; Aus der Neurologischen Klinik
      der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
      Direktor: Professor Dr. med. H.-P. Hartung LINK
    3. Stocchi F, Olanow CW (2004) Continuous dopaminergic stimulation in early and advanced Parkinson’s disease. Neurology; 62: S56-63.