MES-Strukturformel

MES-Puffer

MES ist die häufig benutzte Abkürzung für 2-(N-Morpholino)ethansulfonsäure. Die chemische Struktur enthält einen Morpholin-Ring. Das Molekulargewicht baträgt 195,2.

MES wird sehr häufig in der Biochemie als Puffer verwendet. der pKa-Wert beträgt 6,15 bei 20°C. Der pH-Wert des Puffers ist Temperatur- und Konzentration-abhängig. MES ist sehr gut löslich in Wasser. Der Schmelzpunkt liegt bei ca. 300°C.

MES wurde in den 1960er Jahren als Puffersubstanz entwickelt. Es zählt zu den sogenannten „Guten Puffern“. Hintergrund der Entwicklung war der Wunsch Puffersubstanzen zu erforschen welche die folgenden Eigenschaften besitzen:

  • einen mittleren pKa
  • hohe Wasserlöslichkeit
  • schlechte Löslichkeit in anderen Lösungsmitteln
  • geringe Temperaturabhängigkeit des pKa
  • chemisch und enzymatisch stabil
  • minimale Absorption im sichtbaren Spektrum
  • einfache Synthese

MES bindet im Gegensatz zu Phosphat- und Acetat-Puffer zwei-wertige Metallionen nur in einem sehr geringen Ausmaß. [1,2]


Synonyme

  • 2-morpholinoethanesulfonic acid
  • 2-(4-morpholino)ethanesulfonic acid
  • 2-(N-morpholino)ethanesulfonic acid
  • 2-(4-morpholino)ethanesulfonic acid
  • MES
  • MES hydrate
  • morpholine-4-ethanesulfonic acid hydrate

Literatur & Quellen

  1. Good, Norman E.; Winget, G. Douglas; Winter, Wilhelmina; Connolly, Thomas N.; Izawa, Seikichi; Singh, Raizada M. M. (1966). „Hydrogen Ion Buffers for Biological Research“. Biochemistry 5 (2): 467–77. doi:10.1021/bi00866a011. PMID 5942950.
  2. Kandegedara, A.; Rorabacher, D. B. (1999). „Noncomplexing Tertiary Amines as „Better“ Buffers Covering the Range of pH 3−11. Temperature Dependence of Their Acid Dissociation Constants“. Anal. Chem. 71: 3140–3144. doi:10.1021/ac9902594.

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