Muskarinrezeptor

    0
    1626

    Molekularstruktur

    Der Muskarinrezeptor gehört zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. [1]


    Subtypen

    Es werden fünf Subtypen von Muskarinrezeptoren unterschieden M1-M5. Diese unterschieden sich im Vorkommen innerhalb des Körpers und treten meist in Paaren in eine bestimmte Region auf. [2]

    Rezeptor-SubtypVorkommen
    M1ZNS
    M2ZNS, Herz, Drüsen, glatte Muskulatur (Darm, Blase, Bronchien)
    M3ZNS
    M4ZNS
    M5ZNS

    Bindungsstellen

    Der Muskarinrezeptor besitzt neben seiner orthosteren Bindungsstelle zusätzlich mehrere allostere Bindungsstellen [1]. Alle Bindungsstellen der unterschiedlichen Subtypen weisen eine hohe Homologie auf. Dies erschwert die Entwicklung von spezifischen Muskarinrezeptor-Antagonisten.


    Muskarinrezeptor als pharmakologisches Target

    Durch Einbringung einer quartiären Verbindungsstruktur konnten Muskarinrezeptor-Antagonisten erzeugt werden welche aufgrund ihrer positiven Ladung nicht mehr die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Hierdurch konnten zentral-cholinerge Unerwünschte Arzneimittelwirkungen umgangen werden. Beispiele hierfür sind Ipratropium und Tiotropium.

    Muskarin-Rezeptor-Antagonisten

     


    Literatur & Quellen

    1. Schmitz J. (2008) „Synthese von Liganden
      muscarinerger Rezeptoren – Allostere Modulatoren, bivalente Agonisten und Antagonisten“  Dissertation zur Erlangung des naturwissenschaftlichen Doktorgrades der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    2. Wess, J.; Eglen, R. M.; Gautam, D. (2007) „Muscarinic acetylcholine receptors: mutant mice provide new insights for drug development.“ Nat Rev Drug Disc 2007, 6, 721-733.