Orodispersible Arzneiformen

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    Orodispersible-Arzneiformen
    Orodispersible-Arzneiformen

    Definition

    Arzneiformen, die schnell in der Mundhöhle zerfallen und dabei entweder den Wirkstoff selbst oder partikuläre Wirkstoffträger freisetzen [2].


    Systematik der Orodispersible Arzneiformen

    In der Mundhöhle zerfallende Arzneiformen lassen sich in fünf Kategorien unterteilen [2]:

    1. Lyophilisate zum Einnehmen (sogenannte „Schmelztabletten“; SMT)
      Beispiel: Nurofen Schmelztablette (Ibuprofen)
    2. Orodispersible Tabletten (ODTs)
    3. Orodispersible Minitabletten (ODMTs)
    4. Orodispersible Filme (ODFs; SMF)
      Setofilm 4mg Schmelzfilm (Ondansetron)
    5. Pulver beziehungsweise Granulate zum Einehmen
      Aspirin Effect (Acetylsalicylsäure)

    Beschreibung

    Orodispersible Arzneiformen werden in die Mundhöhle des Patienten gegeben, wo sie schnell in eine Vielzahl kleiner Partikel zerfallen. Der Zerfall erfolgt in der Regel innerhalb weniger Sekunden [1]. Der Vorteil Orodispersibler Arzneiformen liegt in der Verabreichung von Arzneistoffen ohne das ein Hinunterschlucken notwendig ist. Sowohl bedingt durch Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz oder ALS, als auch aufgrund von psychologischen Hemmungen kann die orale Einnahme ein großes Hindernis darstellen. Vor Allem eine bei Patienten nicht erkannte Abneigung Tabletten zu schlucken kommt es häufig zu Therapieunterbrechungen und einer generell schlechten Adhärenz. Besonders wichtig ist die Beratung der Patienten und Angehörigen in der richtigen Anwendung und der richtigen Entnahme aus dem Blister beziehungsweise der Verpackung.

     


    Literatur & Quellen

    1. Ines Stoltenberg  (2012) Orodispersible Minitabletten – Entwicklung und Charakterisierung einer neuen festen Darreichungsform für die Pädiatrie Inaugural-Dissertation LINK
    2. Arzneiformen und ihre Anwendungsprobleme bei Kindern Prof. Dr. Jörg Breitkreutz Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie 2015 LINK