Ostwald-Freundlich-Reifung

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    Ostwald-Reifung
    Wilhelm Ostwald (1853- 1932) war ein deutsch-baltischer Chemiker und Philosoph. 1909 erhielt Ostwald den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten über die Katalyse sowie seine Untersuchungen über Gleichgewichtsverhältnisse und Reaktionsgeschwindigkeiten.

    Sind Partikel einer Suspension im Dispersionsmedium löslich kann es zu einer Ostwald-Freundlich-Reifung kommen. Nach der Ostwald-Freundlich Gleichung haben die Partikel mit dem kleineren Radius eine höhere Sättigungslöslichkeit. Um die gesamte Grenzfläche und damit die Grenzflächenenergie zu minimieren, gehen deshalb die kleineren Partikel während der Lagerung in Lösung. Dadurch steigt der Anteil größeren Partikel. Dies führt zu einer Verschiebung der Partikelgrößenverteilung innerhalb der Suspension im Verhältnis zur Lagerdauer. Um dies zu vermeiden, sollte entweder die Partikel vollständig unlöslich sein oder eine möglichst Enge Partikelgrößenverteilung vorliegen. [1]


    Literatur & Quellen

    1. Rutz, A. „Ölige Suspensionen als parenterale Depotsysteme für rekombinante Proteine“ (2007) Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität München LINK