Sacubitril

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    2025

    Wirkmechanismus

    Sacubitril hemmt den Abbau der im Körper produzierten natriuretischen Peptide, die für eine erhöhte Natrium- und Wasserausscheidung über den Harn sorgen und so die Belastung für das Herz vermindern. Natriuretische Peptide senken auch den Blutdruck und schützen das Herz vor der Entwicklung einer bei Herzinsuffizienz auftretenden Fibrose (Narbengewebe). [1]

    Sacubitril_activation_Sacubitrilat.svg

    Sacubitril ist ein Prodrug, welches durch De-Ethylierung mittels Esterasen zu Sacubitrilat (LBQ657) umgewandelt wird. Sacubitrilat hemmt dann das Enzym Neprilysin. Neprilysin ist für den Abbau des Natriuretischen Peptids in Arterien und dem Gehirn verantwortlich.


    Mögliche Nebenwirkungen

    Aufgrund der Neprilysin-Hemmung werden verschiedene mögliche unerwünschte Wirkungen diskutiert. Der Abbau von Amyloid-beta-Peptiden wird direkt mit Neprilysin verbunden und so könnte eine Hemmung zu einer Akkumulation dieser führen. Eine Begünstigung von Alzheimer könnte möglich sein. Kurzzeit-Studien an Cynomolgus Affen haben gezeigt, dass Sacubitril die Blut-Hirn-Schranke überwindet und in der cerebrospinalen Flüssigkeit (CSF) die Menge an Amyloid-beta Peptiden erhöht [2]. Jedoch sind in den Abbau dieser über 20 verschiedene Enzyme involviert, so dass nicht klar ist ob die Neprlysin-Hemmung einen Langzeiteffekt hat. In der PARADIGM-HF-Studie wurden keine negativen Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit festgestellt.


    Fertigarzneimittel


    Literatur & Quellen

    1. EMA/649986/2015 EMEA/H/C/004062; Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit; Entresto (Sacubitril / Valsartan) LINK
    2. McMurray JJ, Packer M, Solomon SD. Neprilysin inhibition for hear t failure. N Engl J Med2014;371:336–337.

     

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