Transdermale Arzneistoffapplikation

    0
    1090

    Definition

    Transdermale Arzneistoffapplikation bezeichnet die Gabe eines Arzneistoff über die Haut des Patienten. Dies kann durch Applikation eines Pflasters (TTS = transdermales therapeutisches System) oder durch Applikation von halbfesten Zubereitungen erfolgen.

    Vorteile einer transdermalen Applikation am Beispiel Methotrexat (MTX)

    MTX kann bei systemischer Gabe Nebenwirkungen wie Sehstörungen, Kopfschmerzen sowie hepatotoxische Effekte. Durch transdermale Applikation können höhere Konzentrationen direkt am Wirkort erreicht werden, bei gleichzeitig geringer Menge an systemisch zirkulierendem MTX. Dies führt zu einer Reduktion der Unerwünschten Arzneimittelwirkungen.


    Applikationsformen

    • Nanocarrier mit Feststoffen in Öl (Solid in Oil (S/O))
    • Nanogel
    • Hydrogel
    • Mikroemulsionen
    • Gele auf Mikroemulsionsbasis
    • Nanoemulsionen
    • Prodispersions Liposheren
    • Liposomen
    • PEGylierte Liposomen
    • Deformierbare Liposomen
    • Nanokapseln

    Literatur & Quellen

    1.  Nitha V., et al. Dermatol Reports. 2014 Feb 17; 6(1): 5451.
      Published online 2014 Sep 8. doi:  10.4081/dr.2014.5451 LINK