Pharmazeutische Hilfsstoffe: Carboxy-Methyl-Cellulose

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Carboxymethylcellulose Strukturformel
Carboxymethylcellulose (R = CH2COOH) (mittlerer Substitutionsgrad ≈ 67 %) Von Jü - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38727608

Beschreibung

Carboxy-Methyl-Cellulose (CMC) ist ein biokompatibler Celluloseether, bei dem die D-Glukoseeinheiten β-1→4-glykosidisch miteinander verknüpft sind (siehe Abbildung). Es gibt verschiedene Substitutionsgrade, wobei Carboxy-Methyl-Cellulosen mit Substitutionsgraden > 0,6 bis zur maximalen Substitution von 3 leicht wasserlöslich sind


Anwendung

  • Detergenz
  • Sprengmittel
  • Fließregulierungsmittel
  • Gelbildner (Viskositätserhöhung)
  • quellfähiger Bestandteil in diversen Hydrokolloid-Verbänden (z. B. Aquacel® , Fa. ConvaTec Ltd.)
  • Stabilisierung von Emulsionen

 


Geschichte der Carboxy-Methyl-Cellulose

Carboxy-Methyl-Cellulose  (CMC) wurde in Deutschland bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg als Substitut für Gelantine entwickelt. Die technische Produktion erfolgte aufgrund der hohen Investitionskosten erst ab etwa 1935 und ist vor allem auf die Entdeckung zurückzuführen, dass CMC die Wirksamkeit von synthetischen Detergenzien beträchtlich verbessert. Unabhängig von den verschiedenen technischen Ausführungen der Hersteller blieb der grundlegende chemische Prozess von 1918 unverändert.

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