Wirbelschicht-Verfahren

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Der Begriff Wirbelschicht (auch Wirbelbett genannt,englisch fluidized bed) stammt aus dem Bereich der Verfahrenstechnik. Wirbelschicht wird eine Schüttung von Feststoffpartikeln genannt, welche durch eine aufwärts gerichtete Strömung eines Fluids in einen fluidisierten Zustand versetzt wird. Der Begriff „fluidisiert“ weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die (ehemalige) Schüttung nun Fluid-ähnliche Eigenschaften aufweist. In einigen Berechnungsmodellen wird dies als grundlegender Ansatz herangezogen. Da es sich bei einer Wirbelschicht um ein Fluid-Feststoff-Gemisch handelt, kann dieser Ansatz trotz zumeist guter Ergebnisse nicht alle Phänomene beschreiben. Wirbelschicht-Verfahren haben eine herausragende Bedeutung in Coating-Verfahren, Granulation und Wirbelschichttrocknung  [2].

Wirbelschichtverfahren werden eingesetzt um Tabletten mit Überzügen zu versehen. Dieser Prozess wird als „Coating“ bezeichnet. Auch Kombinationsprodukte mit Wirkstoffhaltigen-Überzügen werden über dieses Verfahren hergestellt.

Bei der Granulation im Wirbelschichtverfahren werden aus feinem Pulver gröbere Agglomerate erzeugt. Es handelt sich somit um einen Prozess der Korngrößenvergrößerung, wobei die Partikel durch physikalische Kräfte untereinander oder durch Bindemittelbrücken zusammengehalten werden. Granualte haben typischer Weise und in Abhängigkeit von ihrer weiteren Verwendung eine Teilchengröße von 0,2-4,0 mm. Granulate können bereits die eigentliche Darreichungsform darstellen, in der Regel dienen sie aber als Zwischenprodukte bei der Herstellung anderer Darreichungsformen, wie Tabletten und Kapseln. Weisen die Pulver nicht die für eine Weiterverarbeitung nötigen Eigenschaften auf, so können diese durch die Granulierung verändert werden.


Literatur & Quellen

  1. Glatt GmbH  LINK
  2. Wikipedia Artikel „Wirbelschicht“ Stand 05/2016

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